{"id":333,"date":"2020-06-05T15:02:53","date_gmt":"2020-06-05T13:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/natur.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=333"},"modified":"2020-06-05T15:02:53","modified_gmt":"2020-06-05T13:02:53","slug":"3-die-robinie-neue-baeume-im-gailschen-park","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/natur.bibibo.info\/?p=333","title":{"rendered":"3. Die Robinie &#8211; Neue B\u00e4ume im Gailschen Park"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/natur.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2-RobinienP1120398.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-334\" width=\"515\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2-RobinienP1120398.jpg 1000w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2-RobinienP1120398-300x240.jpg 300w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2-RobinienP1120398-768x614.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/><figcaption>Zwei Robinien gegen\u00fcber der Reehm\u00fchle Mai 2020<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die\u00a0<strong>Gew\u00f6hnliche Robinie<\/strong>\u00a0(<em>Robinia pseudoacacia<\/em>), auch verk\u00fcrzt\u00a0<strong>Robinie<\/strong>,\u00a0<strong>Wei\u00dfe Robinie<\/strong>,\u00a0<strong>Falsche Akazie<\/strong>,\u00a0<strong>Scheinakazie<\/strong>,\u00a0<strong>Gemeiner Schotendorn<\/strong>\u00a0oder\u00a0<strong>Silberregen<\/strong>\u00a0genannt, ist ein sommergr\u00fcner Laubbaum. Die Gew\u00f6hnliche Robinie ist\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baum_des_Jahres\" target=\"_blank\">Baum des Jahres<\/a>\u00a02020 in Deutschland. Auf der Suche nach Fotomotiven habe ich in Biebertal nicht viele B\u00e4ume gefunden. Die abgebildeten zwei B\u00e4ume stehen gegen\u00fcber der Reehm\u00fchle.  Freistehend kann der Baum 12 bis 20\u00a0m hoch werden, im geschlossenen Bestand sogar 20 bis 30\u00a0m.\u00a0 Die \u00c4ste stehen gedreht an einem kurzen Stamm, der zur Ausbildung einer Doppelkrone neigt. Die auff\u00e4lligen unpaarig gefiederten Bl\u00e4tter k\u00f6nnen sich durch kleine Gelenke bei gro\u00dfer Hitze senkrecht nach unten klappen.\u00a0 Die Robinien treiben sp\u00e4t aus, verlieren ihr Laub auch schon fr\u00fch.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/natur.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinien-Bl\u00e4tterP1120402.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-335\" width=\"540\" height=\"302\"\/><figcaption>Lange, unpaarig gefiederte, zarte Bl\u00e4tter<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die auff\u00e4lligen wei\u00dfen, h\u00e4ngenden\u00a0 Bl\u00fctentrauben sind von Mai bis Juni zu sehen. Sie liefern viel Nektar, weshalb sie von vielen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entomophilie\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Insekten<\/a>\u00a0aufgesucht werden. Im Elsass werden d Robinien als\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bienenweide\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bienenweide<\/a>\u00a0f\u00fcr \u201eAkazienhonig\u201c gepflanzt. Dieser Honig ist sehr s\u00fc\u00df und bleibt sehr lange fl\u00fcssig. M\u00e4nnliche und weibliche Bl\u00fctenteile bl\u00fchen gleichzeitig, so dass die Befruchtung sehr effizient ist. Das sieht man im Herbst an den dicht stehenden H\u00fclsen. Bl\u00fcten werden schon im sechsten Lebensjahr gebildet. Die Samen sind bis zu 30\u00a0Jahre keimf\u00e4hig. Zur Keimung ben\u00f6tigen die Pflanzen sehr viel Sonnenlicht. Auf gest\u00f6rten, frei liegenden Fl\u00e4chen w\u00e4chst pl\u00f6tzlich ein Robinienwald. Au\u00dferdem vermehrt sich die Robinie stark durch Ausl\u00e4ufer. Im Garten sollte man sie daher in eine Rasenfl\u00e4che pflanzen, damit die Ausl\u00e4ufer immer abgem\u00e4ht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"819\" src=\"https:\/\/natur.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinien-Ausschnitt-1000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-336\" srcset=\"https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinien-Ausschnitt-1000.jpg 1000w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinien-Ausschnitt-1000-300x246.jpg 300w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinien-Ausschnitt-1000-768x629.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Stark duftende wei\u00dfe Schmetterlingsbl\u00fcten<\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/natur.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinia_pseudacacia_seeds.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-337\" width=\"382\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinia_pseudacacia_seeds.jpg 1024w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinia_pseudacacia_seeds-300x263.jpg 300w, https:\/\/natur.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Robinia_pseudacacia_seeds-768x674.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><figcaption>Die Fr\u00fcchte zeigen die Verwandtschaft zu den H\u00fclsenfr\u00fcchten<\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Obwohl ihre urspr\u00fcngliche Heimat sehr niederschlagsreich ist, w\u00e4chst sie in Europa gut auf relativ trockenen Standorten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Bestand betr\u00e4gt in Deutschland weniger als ein Prozent (nach letzter Bundeswaldinventur 2012). In der Schweiz steht sie auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten<em> (= starker Ausbreitungsdrang, der andere Pflanzen unterdr\u00fcckt)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich kam die Robinie vor 400 Jahren nach Europa und wurde nach dem Pharmazeuten und Botaniker der K\u00f6nige von Frankreich Robin benannt. Ein damals gepflanzter Baum hat jetzt einen Stammumfang von 3,90m, d. h. besonders dick werden Robinien nicht. Trotz Bombensch\u00e4den bl\u00fcht sie noch immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des 18.&nbsp;Jahrhunderts begann man, die Robinien zur Wiederaufforstung armer, sandiger B\u00f6den zu nutzen. Dank der Luftstickstoff bindenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kn%C3%B6llchenbakterien\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kn\u00f6llchenbakterien<\/a>&nbsp;an ihren Wurzeln kann sie den Boden \u201eaufd\u00fcngen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Robinie geh\u00f6rt zu den wertvollsten, einheimischen Holzarten. Ihr Holz ist hart, zugleich z\u00e4h und elastisch, es schwindet wenig, ist biegeformbar, gut bearbeit- und polierbar und auch ohne Impr\u00e4gnierung sehr dauerhaft. Man nimmt es gerne f\u00fcr Werkzeugstiele. Robinie liefert gutes Brennholz, ist aber schwer entflammbar. Als M\u00f6belholz bleicht es aus wie Teak.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Ausnahme der Bl\u00fcten sind alle Teile der Robinie stark giftig. Deshalb darf das Holz in Pferdeboxen oder Weidez\u00e4unen nicht verwendet werden.<br><br>Leider ist der neue Baum nach dem Blattaustrieb eingegangen. aus diesem Grunde kann man ihn im sommer nicht besichtigen, aber im Herbst wird eine neue Robinie gepflanzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Quelle: <br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6hnliche_Robinie\" target=\"_blank\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6hnliche_Robinie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die\u00a0Gew\u00f6hnliche Robinie\u00a0(Robinia pseudoacacia), auch verk\u00fcrzt\u00a0Robinie,\u00a0Wei\u00dfe Robinie,\u00a0Falsche Akazie,\u00a0Scheinakazie,\u00a0Gemeiner Schotendorn\u00a0oder\u00a0Silberregen\u00a0genannt, ist ein sommergr\u00fcner Laubbaum. Die Gew\u00f6hnliche Robinie ist\u00a0Baum des Jahres\u00a02020 in Deutschland. Auf der Suche nach Fotomotiven habe ich in Biebertal nicht viele B\u00e4ume gefunden. Die abgebildeten zwei B\u00e4ume stehen gegen\u00fcber der Reehm\u00fchle. Freistehend kann der Baum 12 bis 20\u00a0m hoch werden, im geschlossenen Bestand sogar 20 &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/natur.bibibo.info\/?p=333\" class=\"more-link\">Mehr <span class=\"screen-reader-text\">\u00fcber &#8222;3. 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