
Eine wunderschöne Wiesenlandschaft, die es andernorts oft gar nicht mehr gibt: Wenn die Wiesen zu stark gedüngt werden, wenn man auf der Wiese mit den Orchideen die Pferde weiden lässt, wenn das Sumpfgebiet drainiert wird. Aber hier ist die Welt noch in Ordnung.



Schon vom Weg aus erkennt man, die Wiese ist nicht nur gelb vom Hahnenfuß. Sie ist auch rosa von den Kuckuckslichtnelken, sie ist blau vom Sumpfvergissmeinnicht, und an einzelnen Stellen rührt das Weiß sogar vom Wollgras her, das man üblicherweise nur in Mooren findet.



Dazwischen dunkle violette längliche Blütenstände, mal mehr, mal weniger vom Gefleckten Knabenkraut. Ein paar Wachtelweizen entdeckte ich, woraufhin mein Begleiter meinte, „ja, Wachteln gibt es hier auch“. Dabei hat die Pflanze mit dem Vogel gar nichts zu tun. Aber sie ist wie der Klappertopf*) ein Halbschmarotzer. Wer beide in der hauseigenen Blumenwiese ansiedeln will, braucht Geduld und Kenntnisse.


Die Bentheimer Schafe müssen hier eingezäunt werden, denn sie würden an der Feuchtwiese Schäden anrichten. Aber sie grasen ohnehin lieber auf trockenen Wiesen. Für den Labrador findet sich am Rande der Wiese eine willkommene Tränke.