Neue Bäume im Gailschen Park

Über diesen Baum weiß ich fast gar nichts, so das ich mich auf wikipedia und botanische Fachbücher beziehe. Immerhin habe ich ihn schon etliche Male an verschiedenen Standorten im Rhein-Main-Gebiet mit Früchten gesehen. An den Blättern sieht man, dass es sich um einen Schmetterlingsblütler handelt, der den Boden über die Knöllchenbakterien mit Stickstoff versorgt.
Die natürliche Verbreitung liegt in China, Japan und Korea. Dort kommt er in Steppen, Trockenwäldern und in Küstengebieten vor. Man findet ihn überall dort wo es steinig und trocken ist. Schnurbäume sind äußerst robust und unempfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze. Sie werden fast nie von Schädlingen oder Pilzen befallen.
Der Japanische Schnurbaum (Sophora japonicaFabaceae) ist mittelgroß, sommergrün, wird bis 30 m hoch und bildet eine breite, runde Krone. Die spät austreibenden Blätter ähneln denen der Robinie, doch sind sie im Herbst bis in den November leuchtend gelb gefärbt. Alle Pflanzenteile außer den Blüten sind – auch für Nutztiere – stark giftig.


Früchte mit erkennbaren Samen

Er hat die für einen Baum ungewöhnliche späte Blütezeit von August bis September. Insofern ist er auch eine wertvolle Nektar liefernde Bienenpflanze für die späte Jahreszeit. Die Früchte werden sehr schnell ab August gebildet. Die Blüten finden Anwendung in der chinesischen Küche und werden zusammen mit Eiern und Mehl als Omelette zubereitet. Bitte erst genau informieren! Gerichte und Tee aus frischen und getrockneten Blüten werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Den Blüten wird blutdrucksenkende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Der Baum bildet wieder ein Beispiel dafür, dass bei einer Pflanze nicht alle Teile zugleich giftig sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Schnurbaum
https://www.klimawandelgehoelze.de/klimawandelgeh%C3%B6lze/schnurbaum/
Fotos: (1) Eveline Renell, (2-4) wikipedia