Hinter der Großsporthalle Rodheim soll unter anderem ein Ärztehaus entstehen. So weit so bekannt. Angeblich stagniert die Maßnahme wegen eines kleines gelben Blümchens, dem Acker-Hahnenfuß (Ranunculus arvensis). Da er einjährig ist, findet man ihn jetzt im Spätherbst nicht mehr. Längst hat er seine Samen in den Boden versenkt. Sie brauchen einen längeren Kältereiz, um zu keimen. Der Ackerhahnenfuß ist in Europa, auch in Deutschland verbreitet und geschützt. Er bietet einer Menge Kleinlebewesen Nahrung bzw. einen Verpuppungsplatz. Das sind 23 Arten von Wildbienen, 7 Arten von Schmetterlingen, 6 Arten von Raupen, 29 Arten von Schwebfliegen und 1 Käferart*1). Gefunden habe ich noch etliche Pflanzen des ausdauernden Kriechenden Hahnenfußes (Ranunculus repens) und des Scharfen Hahnenfußes (Ranunculus acris)

Allerdings möchte der Ackerhahnenfuß eigentlich offenen Boden haben. Das gilt nahezu immer, wenn eine Pflanze das Vorwort Acker- trägt. Aber mittlerweile überwiegen auf dieser Fläche die Gräser. Man muss im nächsten Frühjahr also genau beobachten, ob wieder Ackerhahnenfuß zu sehen ist. Und falls das der Fall sein sollte, müsste man r e c h t z e i t i g Samen ernten. Wenn das Ärzthaus fertig gestellt ist, kann man ihn in die Gartenanlage rund ums Haus aussäen. So eine Gartenanlage ist hoffentlich geplant. Wünschenswert ist hier mal nicht 08/15, sondern vielleicht eine Pflanzung von Heilkräutern. Ein bedeutendes Heilkraut (für die Psychotherapeuten und Gynäkologen) habe ich noch gefunden, nämlich das Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) Seine herzförmigen Früchte enhalten das pflanzliche Oxytocin*2)